Lenzlinger Söhne AG – SEP sesam reduziert Backup-Zeit um 50 Prozent
Der schweizerische Mittelständler Lenzlinger Söhne nutzte 2009 die Migration von Novell Netware auf Novell Open Enterprise Server und SUSE Linux Enterprise, um auch seine Backup-Software zu modernisieren.
Die Lenzlinger Söhne AG ist mit 250 Mitarbeitern ein bedeutender Arbeitgeber im Zürcher Oberland. Das Unternehmen ist in fünf spezialisierte und weitgehend selbständige Geschäftsbereiche gegliedert: Doppelböden, Bodenbeläge, Schreinerei, Metallbau und Zeltvermietung. Neben dem Hauptsitz in Nänikon/Uster (Schweiz) verfügt Lenzlinger über Niederlassungen in Zürich, Genf, Luzern, Wien und Shanghai.
Lenzlinger setzte seit 1990 Novell Netware als zentrales Serverbetriebssystem ein. Aufgrund des angekündigten Support-Endes für Netware stieg das Unternehmen 2009 bei ihren Servern auf Novell Open Enterprise Server und SUSE Linux Enterprise um. Während File- und Print-Services einfach migriert wurden, nutzte das Unternehmen die Gelegenheit, um das bisherige Backup- System Symantec Backup Exec, das auch auf Novell Netware arbeitete, zu ersetzen. “Wir waren vor allem mit der Performance des alten Systems nicht zufrieden, weil es kein paralleles Streaming unterstützte,” erinnert sich Rolf Würgler, IT-Leiter bei Lenzlinger. “Hinzu kam, dass es keine Möglichkeit gab, die Tapes automatisch auszulagern.”
Vier Backup-Systeme in der engeren Auswahl
Neben SEP sesam evaluierte Lenzlinger unter anderen noch die Backup- Lösungen SyncSort, Symantec Netbackup und CA ArcServ. Die gesuchte Software sollte eine einfache und einheitliche Datensicherung der gesamten Unternehmens-IT innerhalb des vorgegebenen Backup-Zeitfensters ermöglichen. Dies bedeutete beispielsweise, dass die neue Software neben Multiplex-Streaming auch die Online-Sicherung von Novell Groupwise 8 unter Linux unterstützen musste. Zudem wurde ein Online-Zugriff auf die Datensicherung der letzten sieben Tage ohne Wechsel von Medien gefordert sowie eine tägliche Auslagerung eines kompletten Datenbestandes.
“Die umfassenden Funktionen der Software, die positiven Erfahrungen und Referenzen unseres Systemintegrators NEXPERT und nicht zuletzt das Preis-Leistungsverhältnis sprachen am Ende klar für SEP sesam”, erklärt IT-Leiter Würgler.
Zentrale Sicherung einer heterogenen und verteilten Infrastruktur
Lenzlinger betreibt für die etwas mehr als 100 IT-Nutzer eine heterogene Linux- und Windows-Umgebung. Neben MySQL- müssen auch MS SQL- und Oracle-Datenbanken gesichert werden. Für E-Mail und Groupware nutzt Lenzlinger Novell Groupwise. Die File- und Print- Server basieren auf Novell Open Enterprise Server. Die Softwareverteilung ist mit Novell ZENworks realisiert. Um ein performante Arbeiten in den Standorten, Filialen und Heimarbeitsplätzen zu ermöglichen, ist eine Citrix- Lösung in Betrieb.
Am Hauptsitz in Nänikon wird der grösste Teil der zentralen IT-Services zur Verfügung gestellt. In den anderen Standorten ist jeweils ein Server vor Ort, welcher als File-, Print- und Groupwise-Server dient. Insgesamt müssen die Daten von 35 Servern (hauptsächlich virtualisiert) gesichert werden, dazu kommt ein zentrales IBM Storage Area Network (SAN) sowie ein NetApp Filer.
Natürlich nutzt Lenzlinger auch Server-Virtualisierung, um die Zahl der Server möglichst gering zu halten, bzw. um die Verfügbarkeit einzelner Applikationen durch Redundanz zu erhöhen. Für die Virtualisierung verwendet Lenzlinger ESXi und vSphere von VMware.
Der zentrale Backup-Server in Nänikon mit SEP sesam läuft auf IBM x-Series Hardware und Novell Suse Linux Enterprise Server 10. Er macht eine tägliche Vollsicherung der Konfiguration aller Betriebsysteme. Das Backup der Files erfolgt über Agenten; Groupwise wird über die Novell-eigene TSAFS-Schicht gesichert. Die Datenbanken werden von den DB-eigenen Tools ausgelesen und anschließend mit SEP sesam gesichert.
Im Katastrophenfall kann Lenzlinger sofort auf die Shadow-Copy des NetApp-Filers mit den Volumes der Daten vom Vortag zurückgreifen.
In den drei Außenstandorten mit lokalen Servern ist das Backup auf dem Server installiert, auf dem auch die File-, Print- und Groupwise-Dienste laufen. Hier sind virtuelle Tape-Libraries auf QNAP-NAS-Servern definiert, auf welche zuerst lokal gesichert wird. Diese Sicherungen werden anschließend in den Hauptstandort übertragen. Die finale Datensicherung auf Band erfolgt in der Zentrale auf eine 24 Slot Tape Library von ADIC.
“Auf den ersten Blick mag die heterogene und virtualisierte IT- Infrastruktur von Lenzlinger komplex erscheinen”, erläutert Werner Henz vom Systemintegrator NEXPERT. “Da mittlerweile die international aufgestellten, mittelständischen Unternehmen nahezu die gleichen Anforderungen hinsichtlich Anwendungsvielfalt und Ausfallsicherheit haben wie Großunternehmen, liegt die Kunst des Mittelständlers darin, sich im Markt diejenigen Komponenten auszuwählen, die er kostengünstig zu einer Gesamtlösung zusammenfügen und langfristig mit kalkulierbarem Aufwand betreiben kann.”
SEP sesam migriert Daten von Netware auf Linux
SEP sesam wurde bei Lenzlinger vom Novell Premium-Partner NEXPERT bereits vor der Umstellung auf Novell Open Enterprise Server und SUSE Linux Enterprise implementiert und gleich für die Migration der Daten eingesetzt. Denn um bestehende Netware-Installationen auf Novell Open Enterprise Server zu migrieren, bietet Novell nur Kommandozeilen-Tools an, die ein fundiertes Linux-know-How voraussetzen. Einfach und sicher gelingt der Umstieg mit SEP sesam: Im ersten Schritt werden alle Daten in einem Backup gesichert, welches über die grafische Benutzeroberfläche von SEP sesam gestartet wird. Anschließend werden die Daten über den Restore- Wizard auf ein OES-System übertragen. Zur Migration der Daten ist keine Installation der Backup-Software auf den Netware-Clients erforderlich.
Insgesamt benötigte NEXPERT im September 2009 vier Tage für die Implementierung von SEP sesam. Schon nach dem ersten Tag konnten nach 58 Installation des Backup-Servers und Übernahme der vorhandenen Backup-Kommandos alle relevanten Daten gesichert werden. Am zweiten und dritten Tag wurde die Konfiguration optimiert, am vierten Tag das IT-Team von Lenzlinger auf die neue Backup-Software geschult.
“Goldrichtige Entscheidung”
“Nach einem Jahr praktischer Erfahrung können wir rückblickend sicher sein, dass wir mit unserer Entscheidung für SEP sesam goldrichtig lagen. Mit SEP sesam können wir alle Daten innerhalb weniger Nachtstunden parallel sichern und anschließend auf Tapes auslagern. Und nicht zuletzt spart uns die zentrale Verwaltung aller Backup-Jobs, für die wir deutlich weniger manuelle Schritte als vorher benötigen, sehr viel Zeit”, resümiert Rolf Würgler von Lenzlinger.
Zudem profitiert Lenzlinger mit SEP sesam von einem einfachen und flexiblen Lizenz-Modell, dessen Anschaffungs- und Folgkosten deutlich unterhalb der Wettbewerber liegen. Und auch mit der Zusammenarbeit von Software-Hersteller und Systemhaus ist IT-Leiter Würgler rundum zufrieden: “Alle unsere Supportanliegen wurden durch NEXPERT oder den SEP-Support rasch und nachhaltig gelöst.”



